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Von Pyrgos (rechts) bis Imerovigli (links oben)
Allgemeine Informationen über die Insel
Santorin ist eine der südlichsten Inseln der Kykladengruppe und liegt zwischen Ios und Anàfi. Es hat eine Fläche von 96 qkm, eine Küstenlänge von 69 km und über 7000 ständige Einwohner. Vom Piräus ist es 240 und von Kreta 130 km entfernt. Santorin hat ein angenehmes Klima mit nicht allzu heissen Sommern, da hier zu dieser Jahreszeit kühlende Nordostwinde wehen. Der Hauptort ist Firá und der Haupthafen Athiniós.
Die hohe Steilküste der Insel im Westen ist ein Stück der Kraterwand eines eingebrochenen Vulkans, in den Meerwasser geströmt ist. Der Riesenkrater (Caldera) hat eine Wasserfläche von ca. 105 qkm und eine Tiefe von 300-400 m. Im Westen ist die Caldera begrenzt von den Inseln Thirasia und dem unbewohnten Inselchen Aspronìsi. Diese drei Inseln waren früher Teil der Insel Strongyle, deren Form am heutigen Umriss noch erkenntlich ist und die mit der gewaltigen Expolsion um 1600 v. Chr. bis auf die heute sichtbaren Reste verschwand. In den letzten ca. 2000 Jahren bildete sich durch wiederholte Vulkanausbrüche (zuletzt 1950) eine neue Insel, Nea Kameni, mitten in der Caldera.
Die Kraterwände von Santorin sind 150-350 m hoch. Horizontale Streifen aus schwarzem und rotem Gestein und die obere weiße Bimssteinschicht wurden durch die wiederholten Vulkanausbrüche gebildet. Die Siedlungen Firá, Imérovigli und Oia wurden am Kraterrand mit Blick in die Caldera erbaut. Zur Küstenebene hin senkt sich das Land sanft bis zum Meer. In diesem Bereich liegen die fruchtbaren Gebiete der Insel und eine Reihe von Siedlungen: Pyrgos (die höchst gelegene Siedlung) und Emporió im Süden sowie Karteràdo und Finikià weiter nördlich.
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Hier findet man auch die beliebtesten Strände, alle mit schwarzem Sand oder schwarzen Kieseln: Kamàri, Perissa und Monólithos. Im Südosten der Insel erheben sich die Kalksteinfelsen der Berge Profitis Ilías, Gavrílis, Monólithos, Mikrós Profitis Ilias (der ''kleine Prophet Elias") und Messa Vounó. Die höchste Erhebung der Insel der Profitis Ilias erreicht 556 m. Vom Nordkap Mavrópetra bis zur Südspitze Exomytis beträgt die Länge der Insel 18 km, die Breite schwankt zwischen 2 und 6 km. Die eigentümliche Bodenbeschaffenheit Santorins und seine zangenartige Form rühren von der starken vulkanischen Tätigkeit in prähistorischer Zeit her.
Die vulkanische Erde Santorins ist sehr fruchtbar. Schon immer waren die Agrarprodukte der Insel sehr gefragt. Der Boden ist zwar nicht besonders ertragreich, verleiht aber allem einen hervorragendem Geschmack.
Am berühmtesten ist seit jeher der Wein von Santorin. Es gibt die Sorten Brousko, Visànta und den sogenannten Nychtéri, den "Nachtwein", der seinen Namen von der Herstellungsweise hat. Es ist Wein von ungekelterten Trauben, aus denen über Nacht Saft heraustropft und der dann als Nychtéri ausgebaut wird. Neben dem Wein gedeihen hier auch schmackhafte kleine Tomaten, Gerste, Gurken und gelbe Erbsen. Aus diesen Erbsen wird Mehl gemahlen (früher mit Handmühlen) und zu einem Erbsbrei, "Fàva", gekocht.
Die Insel ist mit einer stellenweise 30-40 m starken Schicht Bimsstein bedeckt, der abgebaut wird und eine gute Einnahmequelle ist. Große Mengen davon wurden beim Bau des Suez-Kanals verwendet.
Heute leben die Einwohner größtenteils vom Tourismus. Die bedeutenden archäologischen Stätten und vor allem die Schönheit der Insellandschaft mit ihrem eigentümlichen Charakter machen Santorin besonders anziehend.